Pri­mar­schu­le Wenslingen
Bue­ch­weg 154
CH — 4493 Wens­lin­gen BL

Tel. Schul­lei­tung: 061 991 92 60
Tel. Leh­rer­zim­mer: 061 991 09 64

Inter­ne Logins

Web­Mail
eWol­ke
Schul­rat

 

Impres­sum:

Kon­zep­ti­on und Erstellung:
Adri­an Hei­ni­ger, Wenslingen

 

Haf­tungs­hin­weis:
Trotz sorg­fäl­ti­ger Kon­trol­le über­neh­men wir kei­ne Haf­tung für die Inhal­te exter­ner Links. Für den Inhalt der ver­link­ten Sei­ten sind aus­schliess­lich deren Betrei­ber verantwortlich.

 

Copy­right Bild und Text:
Die Wei­ter­ver­wen­dung von Bild und Text jeg­li­cher Art bedarf des schrift­li­chen Ein­ver­ständ­nis des Kin­der­gar­tens und der Pri­mar­schu­le Wens­lin­gen und ist nur unter Erwäh­nung der Copy­right­an­ga­ben zulässig.

 

Zwei Schul­rei­sen in die Vergangenheit

Zwei Schul­rei­sen in die Vergangenheit

Gemein­sam ging die 6. Klas­se pas­send zum The­ma «Mit­tel­al­ter» auf das Schloss Wil­den­stein in Buben­dorf. Nach einem kur­zen Spa­zier­gang zum Schloss durf­ten wir eine span­nen­de Füh­rung durch die spät­mit­tel­al­ter­li­chen Schloss­mau­ern erhal­ten und in die­se Zeit abtau­chen. Zuerst ging es in den Turm, wel­cher frü­her zusätz­lich zur mas­si­ven Ein­gangs­tü­re durch einen ver­schieb­ba­ren Bal­ken gesi­chert wur­de. Im Turm gab es vie­le ver­schie­de­ne Zim­mer, wie zum Bei­spiel das Zim­mer von den Knap­pen, den Rit­ter­lehr­lin­gen: «Es sah sehr span­nend und schön ein­ge­rich­tet aus. Aber wir durf­ten nicht rein, weil der Boden insta­bil war.». Auch gab es eine Rit­ter­stu­be, Waf­fen­zim­mer, Schlaf­zim­mer, Küche etc.. Zuoberst konn­ten wir dann auch noch auf einen schma­len Bal­kon gehen, die schö­ne Aus­sicht genies­sen und die vie­len Ein­drücke set­zen las­sen. Wuss­tet ihr, dass das Schloss die gan­ze Zeit noch nie bekämpft wur­de, bis 1990 bewohnt wur­de, es auf einem Fels­vor­sprung steht und dass es sogar das gros­se Bas­ler Erd­be­ben über­stan­den hat?
Doch nicht nur der Turm, son­dern auch das Wohn­haus, wel­ches aus den Stal­lun­gen umge­baut wur­de, war sehr inter­es­sant. So gab es bei­spiels­wei­se wun­der­schö­ne Male­rei­en an den Wän­den und Decken. Doch könn­ten wir es uns vor­stel­len dort zu leben?
«Die Aus­sicht und die Umge­bung war und ist zwar ziem­lich schön, aber es wäre mir doch irgend­wie zu gru­se­lig.», «Die Vor­stel­lung da zu woh­nen fin­de ich recht spe­zi­ell. Ich wür­de nicht ger­ne da woh­nen, weil ich wahr­schein­lich ein Bau­er wäre und wegen den drei Stän­den nicht auf­stei­gen könn­te. Zudem wäre ich ger­ne ein Knap­pe gewe­sen und das hät­te ich nicht wer­den kön­nen, weil ich ein Mäd­chen bin.» «Nein, ganz ehr­lich ich will da nie gelebt haben. Die Pest, die Krie­ge, das Töten, die Beru­fe und die ande­ren bru­ta­len Sachen ent­spre­chen nicht mei­nen Vor­stel­lun­gen von einem per­fek­ten Leben.» «Ich hät­te so ger­ne 1 Woche dort gewohnt, weil ich Bur­gen sehr span­nend fin­de.» «Wenn ich in die­ser Zeit gelebt hät­te, dann hät­te ich am lieb­sten in der Rit­ter­stu­be mei­ne Frei­zeit ver­bracht.» Fazit: Das Leben zu die­ser Zeit auf dem Schloss Wil­den­stein wäre zwar nicht für jeden etwas, aber sicher­lich sehr auf­re­gend und span­nend gewe­sen. Es war somit ein span­nen­der und tol­ler Aus­flug gewe­sen, wel­cher mit einem gemüt­li­chen Pick­nick im Wald endete.

Bericht über Aus­flug nach Augu­sta Rau­ri­ca
Auch wir von der 5. Klas­se gin­gen bereits auf Ent­deckungs­tour. Unse­re Rei­se führ­te jedoch – pas­send zum The­ma Römer – nach Augu­sta Rau­ri­ca bei Augst. Dort ange­kom­men nah­men wir zuerst das Muse­um, sowie das angren­zen­de Römer­haus genau unter die Lupe. Beson­ders das Römer­haus zeig­te die Lebens­wei­se der Römer sehr gut und man konn­te bei genau­er Betrach­tung immer wie­der Neu­es ent­decken. Sehr span­nend war ein Raum, in wel­chem wir die fort­schritt­li­che Hypo­kaust­hei­zung sehen konn­ten, die durch ihren spe­zi­el­len Auf­bau den Boden und die Wän­de erwärmt hat. Nach einer guten Stun­de kann­ten wir dann jeden Win­kel des Römer­hau­ses aus­wen­dig, somit war es an der Zeit, die rest­li­chen Berei­che der anti­ken Römer­stadt zu erkun­den. Doch zuerst muss­te eine Stär­kung her, also assen wir auf der Tri­bü­ne des Thea­ters unser Znü­ni. Mit vol­lem Magen bega­ben wir uns dann in das Unter­ge­schoss des Thea­ters. Dann folg­ten die Basi­li­ca und Curia sowie die Über­re­ste einer alten Hypo­kaust­hei­zung. Gleich neben­an befan­den sich die Rui­nen einer alten Bade­an­la­ge, sowie ein Brun­nen­schacht, zu wel­chem wir hin­ab­stei­gen konn­ten. Man sagt, dass dort ein Geist haust, wel­cher sei­nen Namen ver­ges­sen hat und wenn man den Namen her­aus­fin­det, kann er befreit wer­den. Lei­der hat er sich uns nicht gezeigt.
Also gin­gen wir wei­ter zu unse­rem zwei­ten Teil der Rei­se, der sich in Kai­ser­au­gst befin­det. Dort, direkt bei einer Pri­mar­schu­le, befan­den sich die Über­re­ste einer römi­schen Mau­er, die zu einem Kastell gehört hat. Ein per­fek­ter Ort für unser Mit­tag­essen. Frisch gestärkt besuch­ten wir noch die Rui­nen einer frü­hen Kir­che und Bischofs­re­si­denz. Span­nen­des Detail: auf den Rui­nen die­ser Kir­che wur­de die bestehen­de St. Gal­lus-Kir­che gebaut.
Nach­dem wir nun die anti­ke Stadt Augu­sta Rau­ri­ca ent­deckt haben, mach­ten wir uns wie­der auf den Weg nach Hau­se. Was bleibt sind die vie­len tol­len Erin­ne­run­gen an den ersten Aus­flug als neue Klasse.

Text und Fotos: Mar­ti­na Suter / Marc Thommen