Pri­mar­schu­le Wens­lin­gen
Bue­ch­weg 154
CH — 4493 Wens­lin­gen BL

Tel. Schul­lei­tung: 061 991 92 60
Tel. Leh­rer­zim­mer: 061 991 09 64

Inter­ne Log­ins

Web­Mail
eWol­ke
Schul­rat

 

Impres­sum:

Kon­zep­ti­on und Erstel­lung:
Adri­an Hei­ni­ger, Wens­lin­gen

 

Haf­tungs­hin­weis:
Trotz sorg­fäl­ti­ger Kon­trol­le über­neh­men wir kei­ne Haf­tung für die Inhal­te exter­ner Links. Für den Inhalt der ver­link­ten Sei­ten sind aus­schliess­lich deren Betrei­ber ver­ant­wort­lich.

 

Copy­right Bild und Text:
Die Wei­ter­ver­wen­dung von Bild und Text jeg­li­cher Art bedarf des schrift­li­chen Ein­ver­ständ­nis des Kin­der­gar­tens und der Pri­mar­schu­le Wens­lin­gen und ist nur unter Erwäh­nung der Copy­right­an­ga­ben zuläs­sig.

 

Rei­se um die Welt

Rei­se um die Welt

Ein musikalischer Reigen der 3. und 4. Klasse

Reiz­voll und her­aus­for­dernd ist es für Schü­le­rin­nen und Schü­ler immer wie­der, nach inten­si­ver Pro­be­zeit vor ein Publi­kum zu tre­ten und die­ses mit ihrer Pro­duk­ti­on zu erfreu­en. Genau das wünsch­ten sich die 3./4.-KlässlerInnen. Aus zwei Grün­den ent­schlos­sen sich daher die Leh­re­rin­nen Regi­na Dun­kel und Käthy Bür­gin für eine “musi­ka­li­sche Rei­se um die Welt”: einer­seits sind in der Klas­se zwei Kin­der mit ande­rer Mut­ter­spra­che, Rus­sisch und Alba­nisch, ande­rer­seits singt die Klas­se immer wie­der fremd­spra­chi­ge Lie­der.

Am Mor­gen vor der Auf­füh­rung konn­te ich bei der Haupt­pro­be dabei sein.

Gleich zu Beginn bespricht Frau Dun­kel mit allen noch­mals den genau­en Ablauf. Die Unter­stu­fen­kin­der neh­men als Publi­kum Platz und los geht’s.

Zu den Klän­gen eines fin­ni­schen Lie­des und beglei­tet mit einem Mono­chord zieht die Kin­der­schar ins Zim­mer ein. In der fol­gen­den Begrüs­sung erklärt ein Schü­ler, dass jede Lan­des­spra­che nicht nur unter­schied­li­che Wör­ter nutzt, son­dern auch ver­schie­de­ne Sprach­me­lo­dien hat. Das pop­pi­ge Lied “A litt­le bit music” steckt zum Mit­wip­pen an und schon hüp­fen wir klang­lich in eine ganz ande­re Gegend. Mit Klatsch­rhyth­men und Pia­no­be­glei­tung lan­den wir in Isra­el und dem Lied “Hai­da”. Beim nach­fol­gend vor­ge­tra­ge­nen rus­si­schen Gedicht ver­ste­he ich kein Wort und bin froh um die deut­sche Über­set­zung. Auch beim anschlies­sen­den Lied fällt die Eigen­tüm­lich­keit die­ser unge­wohn­ten Spra­che auf.

Span­nend ist, dass die Lie­der je nach ihrer Eigen­art von den Kin­dern mit Klang­stä­ben, Ras­seln und Trom­meln beglei­tet wer­den, oft unter­stützt von Frau Dun­kel am E‑Piano. All dies braucht viel Übung, doch alle mei­stern ihren Part mit Bra­vour.

Kön­nen Sie “Flut­ra flu­tu­r­oj nje lëter e der­goj” über­set­zen? Das heisst: “Der Schmet­ter­ling fliegt, bringt einen Brief…” und ist Teil eines Abzähl­ver­ses, mit dem sich Kin­der in Alba­ni­en die Zeit ver­trei­ben. In der­sel­ben Spra­che folgt ein Lied im Wech­sel mit zwei Vor­sän­ge­rin­nen und dem Chor.

Zwi­schen ein­zel­nen Lie­der­blocks erzählt jeweils eine Schü­le­rin oder ein Schü­ler Wis­sens­wer­tes über die näch­ste Klang­re­gi­on. So erfah­ren wir zunächst inter­es­san­te Fak­ten über Afri­ka, spä­ter über Neu­see­land.

Beim nun fol­gen­den afri­ka­ni­schen Tanz und dem im Kanon gesun­ge­nen Lied spürt man den Rhyth­mus und die kon­go­le­si­sche Lebens­freu­de. Die Musik ani­miert gera­de­zu zum Klat­schen und Mit­tan­zen. Kaum ist der letz­te Ton ver­klun­gen, strei­fen sich die Schü­le­rin­nen far­bi­ge Ket­ten und die Schü­ler vio­let­te Pon­chos über. Auf die­se Art kommt das Publi­kum in den Genuss eines Tan­zes aus dem Insel­staat Tuva­lu und einem getanz­ten Lied aus Neu­see­land. Eine Rhyth­mus­grup­pe lei­tet über zum letz­ten fremd­län­di­schen Musik­stopp in Süd­ame­ri­ka. Danach ist es Zeit für die Rück­rei­se. Mit einem Quod­li­bet, einem Kanon mit ver­schie­de­nen Mund­art­lie­dern, wel­che mit dem Publi­kum gesun­gen wer­den, lan­den wir wie­der in der Schweiz.

Herr­lich klin­gen­de Lie­der, ani­mie­ren­de Tanz­rhyth­men und unter­schied­lich­ste Spra­chen beglück­ten uns auf die­ser Rei­se. So schön war’s, dass die1./2.- Kläss­le­rIn­nen eine Zuga­be erklat­schen. Mit dem vor Schalk sprü­hen­den Ohren­wurm-Lied “Hei cho” wün­schen die SchüerIn­nen allen “…chö­met guet hei und schlof­et guet hüt z’Nacht.”

Nach so ein­drück­li­chen musi­ka­li­schen Rei­se­er­leb­nis­sen wird dies dem abend­li­chen Publi­kum nicht schwer fal­len. Wer weiss, viel­leicht lässt sich der eine oder ande­re Gast beim Ein­schla­fen von den fremd­län­di­schen Klän­gen beglei­ten.

Ein Dank gebührt den sou­ve­rän auf­tre­ten­den 3./4.-KlässlerInnen und ihren bei­den Leh­re­rin­nen für die begei­stern­de Auf­füh­rung.
Text und Fotos: Hei­di von Arb-Wiget