Pri­mar­schu­le Wens­lin­gen
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Peace-Maker

Peace-Maker

Frie­dens­stif­ter auf dem Pau­sen­platz

Sind Ihnen wäh­rend der Zehn­uhr­pau­se schon ein­mal Kin­der mit gel­ben Westen auf­ge­fal­len? Viel­leicht haben Sie sich gefragt, war­um sie die­se tra­gen? Das sind unse­re Peace-Maker.

Vor gut drei Jah­ren initi­ier­te unse­re Kol­le­gin, Frau Bür­gin, die Idee der Peace-Maker. Sie ent­spricht der prak­ti­schen Umset­zung einer unse­rer Grund­hal­tun­gen an der Schule:“Streit darf es geben. Aus­ein­an­der­set­zun­gen braucht es, um leben­dig zu blei­ben und um sich emo­tio­nal wei­ter­ent­wickeln zu kön­nen.”

Jedes Jahr, Ende 5. oder Anfangs 6. Klas­se, wer­den sechs Frie­dens­stif­ter oder Frie­dens­stif­te­rin­nen aus­ge­bil­det. Im Vor­feld kön­nen die­se sich frei­wil­lig mel­den. Ziel der Aus­bil­dung ist es, dass die Peace-Maker den Strei­ten­den auf dem Schul­are­al auf­zei­gen, wie man Dif­fe­ren­zen ohne Gewalt, fair und eigen­ver­ant­wort­lich lösen kann. Mit deren Hil­fe erfah­ren die Schü­le­rin­nen und Schü­ler, wie man Strei­tig­kei­ten auf ande­ren Ebe­nen als mit Macht oder Gewalt klärt.

Falls es trotz der Peace-Maker zu kei­ner ver­nünf­ti­gen Lösung kommt, ist immer eine Lehr­per­son da, die, wenn nötig, ein­grei­fen und hel­fen kann.Mindestens zwei Mal pro Schul­jahr wer­den die aus­ge­bil­de­ten Schü­ler und Schü­le­rin­nen von der zustän­di­gen Lehr­per­son zur Wei­ter­bil­dung und Refle­xi­on auf­ge­bo­ten.

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler las­sen sich mit Stolz und Eifer auf ihren neu­en Job ein. Gefragt nach ihrer Moti­va­ti­on habe ich die ver­schie­den­sten Ant­wor­ten bekom­men:

“Ich möch­te die Idee, Streit zu schlich­ten, unter­stüt­zen.”

“Mit mei­nem Bru­der hat­te ich oft Streit. Als Peace-Maker kann ich ler­nen, bes­ser damit umzu­ge­hen.”

“In der Pau­se ist nicht so viel los, so habe ich eine Auf­ga­be.”

“So kann ich den Klei­nen hel­fen.”

“Ich fin­de es eine gute Sache. Schön ist, damit ande­ren hel­fen zu kön­nen.”

“Ich möch­te ein­mal Poli­zist wer­den. Das ist für mich eine gute Übung.”

“Es macht Spass, ande­ren zu hel­fen.”

Die Erfah­run­gen nach ein paar Mona­ten zei­gen, dass die Kin­der eine posi­ti­ve­re Streit­kul­tur leben. Die Kin­der hören ein­an­der bes­ser zu und holen sich bei den Peace-Makern Hil­fe, wenn sie den Streit nicht allei­ne lösen kön­nen. Die 6.-Klässler hän­gen wäh­rend der Pau­se nicht die “Platz­hir­sche” raus, son­dern tra­gen Mit­ver­ant­wor­tung für das all­ge­mei­ne Gesche­hen. Sie strei­ten sich sehr wenig mit den jün­ge­ren Kin­dern, da sie eine Vor­bild­funk­ti­on haben.

Auch die Lehr­kräf­te erfah­ren durch die Peace-Maker posi­ti­ve Ver­än­de­run­gen. Nach der Zehn­uhr­pau­se kön­nen sie sofort mit dem Unter­richt begin­nen und müs­sen nicht erst Strei­te schlich­ten, die in der Pau­se auf­ge­kom­men sind. Die­se wur­den von den Peace-Makern auf­ge­fan­gen, wes­we­gen die Kin­der im anschlies­sen­den Unter­richt nicht durch nega­ti­ve Gefüh­le abge­lenkt sind.

Gibt es in der heu­ti­gen Zeit eine ehren­vol­le­re Auf­ga­be, als im Klei­nen Frie­den zu stiften?In die­sem Sinn, ein herz­li­ches “Dan­ke­schön” an alle akti­ven und gewe­se­nen Peace-Maker an unse­rer Schu­le.
Text und Fotos: Hei­di von Arb-Wiget