Pri­mar­schu­le Wens­lin­gen
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Mehr Zeit für sich…

Mehr Zeit für sich…

Kaum hat die Schu­le nach den Fas­nachts­fe­ri­en begon­nen, ist sie auch schon wie­der zu Ende. Der Ent­scheid des Bun­des­ra­tes am 13. März 2020, dass der Unter­richt vor Ort auf­grund der Aus­brei­tung des Coro­na­vi­rus nicht wei­ter­ge­hen kann, hat unser Leben für eini­ge Wochen auf den Kopf gestellt. Nach dem Wie­der­be­ginn am 11. Mai wur­de gemein­sam auf die spe­zi­el­le Zeit zurück­ge­blickt. Im Fol­gen­den soll auf­ge­zeigt wer­den, wie unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler die­se Zeit erlebt und genutzt haben.

Die Nach­richt vom Schul­schluss am 13. März wur­de von den Kin­dern sehr unter­schied­lich auf­ge­nom­men. Von Freu­de, Über­ra­schung, Unge­wiss­heit, Trau­er bis hin zu einem „klei­nen Schock“ wur­den von den Kin­dern vie­le unter­schied­li­che Gefüh­le beschrie­ben. Doch die Freu­de eini­ger Kin­der über die bevor­ste­hen­den „Feri­en“ wur­de spä­te­stens dann getrübt, als man erfah­ren hat, dass der Unter­richt zuhau­se statt­fin­den soll. Die­ser Fern­un­ter­richt brach­te sicher­lich eini­ge Tücken und Hür­den mit sich. So muss­te man sich das Ler­nen sel­ber orga­ni­sie­ren und ein­tei­len. Eini­ge Kin­der emp­fan­den aber genau dies als Erleich­te­rung, da es auch neue Frei­hei­ten ermög­lich­te. Ein posi­ti­ver Neben­ef­fekt, wel­cher der Fern­un­ter­richt mit sich brach­te, war sicher­lich die grös­ser gewor­de­ne Frei­zeit. Doch wie wur­de die­se neu gewon­ne­ne Zeit genutzt?

Als einer der gröss­ten Vor­tei­le wur­de das Aus­schla­fen und län­ger auf­blei­ben genannt. Aus­ser­dem konn­te man mehr draus­sen sein, mehr Zeit mit der Fami­lie ver­brin­gen, aus­rei­ten gehen, mit sei­nen Meer­schwein­chen oder Schild­krö­ten spie­len, draus­sen über­nach­ten, Tram­po­lin sprin­gen, Geschich­ten hören, malen, spie­len und, und, und… Eini­ge Kin­der nann­ten dies kurz­um „frei sein“ oder „mehr Zeit für sich haben“. Die Zeit wur­de aber nicht nur für gewohn­te Tätig­kei­ten genutzt, es wur­de auch viel Neu­es gelernt und aus­pro­biert: Hüt­ten bau­en, über dem Feu­er kochen, jon­glie­ren, „musä“, den Rück­wärts­sal­to üben, einen Pfeil­bo­gen schnit­zen, seil­sprin­gen, neue Tricks mit dem Skate­board oder Scoo­ter ein­üben oder Boc­cia spie­len. Auch die Kin­der­gar­ten­kin­der gaben an, Neu­es gelernt zu haben: vom Schu­he bin­den oder den Pur­zel­baum ler­nen bis hin zum Velo­fah­ren haben also auch die Klein­sten in die­ser Zeit vie­le wert­vol­le Fort­schrit­te gemacht.

Sicher­lich brach­ten die­se zwei Mona­te auch schwie­ri­ge Situa­tio­nen mit sich: Tref­fen mit Gspän­li oder Besu­che bei den Gross­el­tern waren nicht mög­lich. Trotz­dem schien jedes Kind es auf irgend­ei­ne Wei­se genies­sen zu kön­nen, da es über mehr Zeit ver­fü­gen konn­te – wert­vol­le Zeit für sich und sei­ne Lieb­lings­be­schäf­ti­gun­gen. Unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler durf­ten dadurch ganz sim­pel gesagt wie­der mehr „Kind sein“, indem sie den eige­nen Instink­ten und Gefüh­len fol­gen konn­ten, mehr durf­ten und weni­ger muss­ten.

 

Text: Jana Lanz