Pri­mar­schu­le Wens­lin­gen
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Kom­po­stie­ren — aber rich­tig

Kom­po­stie­ren — aber rich­tig

Eine Pro­jekt­wo­che der gan­zen Schu­le                        

Im Rah­men unse­res Jah­res­the­mas „Obst­gar­ten-Natur pur“ gestal­te­te die gan­ze Schu­le eine Pro­jekt­wo­che zum The­ma „Kom­po­stie­ren“. Kom­po­stie­ren heisst nicht ein­fach Rüst­ab­fäl­le auf den Kom­post wer­fen, „et voi­là“. Wer es rich­tig machen will, weiss auch ein wenig  Bescheid über die Boden­ar­ten und die dar­in hau­sen­den Lebe­we­sen, wie Kom­post ent­steht, wozu er ver­wen­det wird und natür­lich, was über­haupt in den Kom­post gehört. Über all dies soll­ten die Kin­der in die­ser Woche mehr erfah­ren. Als Fach­per­son beglei­te­te uns wäh­rend zwei­ein­halb Tagen Elsa Ferstl.

Beim ersten Work­shop am Mon­tag­mor­gen war ich dabei. Alle Kin­der waren in zwei Grup­pen, Kin­der­gar­ten mit Unter­stu­fe und Mit­tel­stu­fe, auf­ge­teilt wor­den. Als Erstes erzähl­ten die Kin­der leb­haft, was sie über die ver­schie­de­nen Boden­ar­ten wuss­ten. Mit Bil­dern und  Erklä­run­gen ergänz­te Frau Ferstl deren Aus­füh­run­gen. Anschlies­send hat­ten alle Gele­gen­heit, einen mit­ge­brach­ten Boden­wür­fel (ein Stück bewach­se­ne Erde) und unter­schied­li­che  Boden­ar­ten wie Sand oder Ton  zu unter­su­chen. Die älte­ren Schü­le­rIn­nen ver­tief­ten anschlies­send ihr neu­erwor­be­nes Wis­sen oder ihre Ver­mu­tun­gen mit­tels ver­schie­de­ner Arbeits­blät­ter. Die Jün­ge­ren expe­ri­men­tier­ten mit „Fühl­ki­sten“ und gestal­te­ten mit diver­sen Erd­ma­te­ria­li­en ein Boden­pro­fil.  

Am näch­sten Tag erfuh­ren die Kin­der Wis­sens­wer­tes dar­über, wie  Kom­post ent­steht und was in den Kom­post gehört. Dabei erforsch­ten die Älte­ren die von Frau Ferstl  mit­ge­brach­te Erde. Die Jün­ge­ren hol­ten Erd­pro­ben im Wald und unter­such­ten im Schul­zim­mer  das gesam­mel­te Mate­ri­al mit Becher­lu­pen. Bei­de Grup­pen hat­ten spä­ter Gele­gen­heit, eine prä­pa­rier­te Pet­fla­sche mit Znü­ni­ab­fäl­len, Blät­tern und Erde zu fül­len und so den eige­nen Kom­po­ster her­zu­stel­len. Als Haus­auf­ga­be „betreu­en“ die Kin­der nun ihren Kom­post wäh­rend meh­re­ren Wochen. Wir sind gespannt, wie das Expe­ri­ment aus­geht! 

Am Mitt­woch und Don­ners­tag gestal­te­te jede Klas­se ihr indi­vi­du­el­les Pro­gramm. Einer­seits forsch­ten die Schü­le­rIn­nen der Mit­tel­stu­fe mit Lupen aus­ge­rü­stet im Wald, wie sich die Mate­ria­li­en ohne Zutun von Men­schen­hand natür­lich zer­set­zen. Ande­rer­seits bastel­ten sie aus unter­schied­lich­sten Ästen wit­zi­ge Wald­tie­re und Wald­gei­ster.

Auf dem Pro­gramm der Unter­stu­fen­kin­der stand das „Bäum­chen pflan­zen“ mit vor­he­ri­gem Kuchen­backen für’s Znü­ni. Aber auch der Wald­mor­gen war ein spe­zi­el­les Erleb­nis. Was ich da alles beob­ach­ten konn­te: eine Grup­pe Kin­der ver­tief­te sich ins Wald­häu­ser bau­en, ande­re stell­ten lie­be­voll Apé­ro­häpp­chen aus Buchen­nüss­chen her, sogar   heu­len­de „Wöl­fe“ tum­mel­ten sich auf einem Baum. Zum Znü­ni gab’s selbst­ge­brau­ten Hein­zel­männ­chen­tee und eini­ge stärk­ten sich zusätz­lich mit einer gebrä­te­l­ten Cer­ve­lat oder fei­nem Schlan­gen­brot. Danach ver­tief­ten sich die Kin­der  mit Schau­feln, Lupen und Sieb in ihre indi­vi­du­el­len For­scher­ar­bei­ten.    

Den Abschluss der Woche bil­de­te ein Besuch am Arbeits­platz von Mar­cel Bue­ss, der den Gemein­de­kom­post fach­ge­recht  pflegt und bear­bei­tet. Er zeig­te der inter­es­sier­ten Kin­der­schar die unter­schied­li­chen Schich­ten beim Ver­rot­tungs­pro­zess und erzähl­te anschau­lich, was alles nötig und wich­tig ist, dass kom­po­stie­ren gelingt.

Zur Zeit hän­gen im Schul­haus Pla­kat­wän­de, auf denen die Schü­le­rIn­nen ihre Ein­drücke mit Bil­dern und Kurz­be­schrei­bun­gen fest­hiel­ten. Ein Zitat dar­aus möch­te ich Ihnen nicht vor­ent­hal­ten:

„Die Natur kann sich sel­ber zer­le­gen. Sie kann nach etwa 10 – 14 Wochen Kom­post wer­den. Die Natur ist ein­fach toll.“

Im Wald pas­siert dies alles ohne unser Zutun. Mit dem neu erwor­be­nen Wis­sen und ent­spre­chen­dem Han­deln kann jeder und jede schon im Klei­nen Stüt­zen der Natur sein.
Text und Fotos: Hei­di von Arb-Wiget