Pri­mar­schu­le Wens­lin­gen
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Adri­an Hei­ni­ger, Wens­lin­gen

 

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Hel­lo — Good morning – Bon­jour — Wel­co­me to our lan­guage lab

Schon an der Tür zum Schul­zim­mer machen selbst­ge­stal­te­te Schrift­zü­ge dar­auf auf­merk­sam, dass hier drin­nen „anders“ gespro­chen wird. Im Zuge der Schul­har­mo­ni­sie­rung wer­den die Dritt­kläss­ler seit 2012 in Fran­zö­sisch und seit die­sem Schul­jahr die Fünft­kläss­ler in Eng­lisch unter­rich­tet.

Mir fällt sofort auf, dass im gan­zen Zim­mer wit­zi­ge Poster mit eng­li­schen und fran­zö­si­schen Rede­wen­dun­gen hän­gen, die in Ein­zel- oder Grup­pen­ar­bei­ten ent­stan­den sind. Dar­auf ange­spro­chen erklärt mir die Leh­re­rin Frau Miri­am Wal­ter, dass der Fremd­spra­chen­un­ter­richt auf Mehr­spra­chig­keit aus­ge­rich­tet ist. Das heisst, in erster Linie geht es dar­um, in eine frem­de Spra­che ein­zu­tau­chen, obwohl nicht jedes Wort ver­stan­den wird. Die Kin­der ler­nen von Anfang an, Stra­te­gien zu ent­wickeln, wie sie trotz­dem zum Ziel kom­men kön­nen und mit dem Gefühl umzu­ge­hen „ich muss nicht jedes Wort ver­ste­hen“. Wich­tig dabei ist, Par­al­le­len aber auch Unter­schie­de zwi­schen den Spra­chen zu erken­nen und die gemach­ten Erkennt­nis­se zu ver­net­zen.

 

Beglei­ten Sie mich nun durch die Stun­de.

Mit einem mun­te­ren „good morning“ begrüsst Frau Wal­ter die Kin­der und gibt gleich die ersten Anwei­sun­gen auf Eng­lisch. Wie selbst­ver­ständ­lich holen die­se das ent­spre­chen­de Mate­ri­al. Zwei Schü­le­rIn­nen kom­men nach­ein­an­der nach vor­ne und begrüs­sen die Klas­se in Eng­lisch und Fran­zö­sisch. Danach erhal­ten alle ein Bild eines Lebens­mit­tels. Ab Com­pu­ter ertönt ein eng­li­sches Lied. Sobald jemand im Lied­text das Wort sei­nes Bil­des hört und erkennt, darf die­ses vor der Tafel abge­legt wer­den. Das Lied erklingt ein zwei­tes Mal, doch die­ses Mal sehen die Kin­der auf der Lein­wand zusätz­lich ein Video mit Text und Bild. So wer­den gleich­zei­tig meh­re­re Sin­ne ange­spro­chen. Als näch­ste Auf­ga­be ord­nen die Kin­der ihre Bil­der an der Wand­ta­fel den ent­spre­chen­den Begrif­fen zu und spre­chen: „This is a…“. Auch schon Bekann­tes wird dabei noch­mals wie­der­holt und auf Knack­punk­te macht Frau Wal­ter erneut auf­merk­sam.

Wie­der kommt der Com­pu­ter zum Ein­satz, ein Dia­log zwi­schen Ver­käu­fer und Ein­käu­fe­rin wird abge­spielt. Das sel­be Gespräch, aller­dings mit Lücken, erhal­ten die Schü­le­rIn­nen nun auf einem Arbeits­blatt. Zu zweit sol­len sie die Lücken mit Hil­fe der unten auf dem Blatt ste­hen­den Aus­drücke ver­voll­stän­di­gen. Ein mun­te­res Aus­pro­bie­ren beginnt. Alle spre­chen, lesen und schrei­ben die ver­schie­de­nen Wör­ter mehr­mals. Beglei­tend hört Frau Wal­ter zu, kor­ri­giert wo nötig oder liest vor, wie das Wort rich­tig tönt. Am Schluss wird der Text gemein­sam vor­ge­le­sen, wobei die Leh­re­rin auf die kor­rek­te Aus­spra­che ach­tet.

Mit dem neu erwor­be­nen Wort­schatz spie­len die Schü­le­rIn­nen Ver­käu­fer und Ein­käu­fe­rin. Die Zwei­er­grup­pen for­mie­ren sich immer wie­der neu, sodass alle die Aus­drücke und Rede­wen­dun­gen mehr­mals wie­der­ho­len kön­nen. Den Kin­dern macht das Gan­ze sicht­lich Spass.

 

Bevor die „Home­work“ erklärt wer­den, dür­fen noch zwei Schü­le­rIn­nen nach vor­ne kom­men und ihre auf Eng­lisch ver­fass­ten Rät­sel vor­le­sen. Eines lau­tet: „The lan­guages on the packa­ge are Eng­lish, Ger­man, French and Ita­li­en. It is made of pota­toes, salt and sun­flowe­roil. It tastes sal­ty. It is made in Gre­at Bri­tain.“ Rasch strecken alle auf, die Lösung ist schnell gefun­den: The name of the pro­duct is „Pota­to chips“. „Yes, the name of the pro­duct is Pota­to chip­s­mix.“ Hät­ten Sie’s gewusst?

Nach der Stun­de fra­ge ich die Kin­der, wor­an sie im Fremd­spra­chen­un­ter­richt am lieb­sten arbei­ten? Vie­le erwäh­nen ihre in Grup­pen- oder Ein­zel­ar­beit gestal­te­ten Vor­trä­ge über ein selbst­ge­wähl­tes The­ma. Auch die Leh­re­rin bemerkt, dass die Kin­der sehr moti­viert am Unter­richt teil­neh­men.

Ich bin beein­druckt, wie viel die Kin­der nach neun Mona­ten Eng­lisch ver­ste­hen und wie gut sie sich in die­ser frem­den Spra­che aus­drücken kön­nen. Ein wich­ti­ges Ziel der Lehr­kraft, die Freu­de an der frem­den Spra­che zu wecken und sich getrau­en zu spre­chen, auch wenn Lücken da sind, hat sie sicher erreicht. „Good job“ wür­de sie zur Ermun­te­rung der Kin­der sagen.

Text und Fotos: Hei­di von Arb-Wiget