Pri­mar­schu­le Wenslingen
Bue­ch­weg 154
CH — 4493 Wens­lin­gen BL

Tel. Schul­lei­tung: 061 991 92 60
Tel. Leh­rer­zim­mer: 061 991 09 64

Inter­ne Logins

Web­Mail
eWol­ke
Schul­rat

 

Impres­sum:

Kon­zep­ti­on und Erstellung:
Adri­an Hei­ni­ger, Wenslingen

 

Haf­tungs­hin­weis:
Trotz sorg­fäl­ti­ger Kon­trol­le über­neh­men wir kei­ne Haf­tung für die Inhal­te exter­ner Links. Für den Inhalt der ver­link­ten Sei­ten sind aus­schliess­lich deren Betrei­ber verantwortlich.

 

Copy­right Bild und Text:
Die Wei­ter­ver­wen­dung von Bild und Text jeg­li­cher Art bedarf des schrift­li­chen Ein­ver­ständ­nis des Kin­der­gar­tens und der Pri­mar­schu­le Wens­lin­gen und ist nur unter Erwäh­nung der Copy­right­an­ga­ben zulässig.

 

Gwun­der — Plunder

Gwun­der — Plunder

Seit die­sem Schul­jahr arbei­ten die Lehr­kräf­te nach der vom Kan­ton ange­pass­ten Ver­si­on des Lehr­plans 21. Die­ser rich­tet sei­nen Schwer­punkt auf den Auf­bau von Kom­pe­ten­zen. Das heisst, als Lehr­kräf­te wis­sen wir, dass die Lern­we­ge der Kin­der sehr unter­schied­lich sind. Des­halb wer­den indi­vi­du­el­le Betreu­ung, Lern­ma­te­ria­li­en und ‑metho­den auf die unter­schied­li­chen Lern­wei­sen der Kin­der aus­ge­rich­tet. Um die ver­schie­de­nen Kom­pe­ten­zen gezielt zu för­dern, haben die bei­den Kin­der­gärt­ne­rin­nen, Frau S. Bue­ss und Frau S. Moh­ler, ein Pro­jekt erar­bei­tet, das auf der Basis der Chu­rer Lern­um­ge­bung auf­baut. In einem klar struk­tu­rier­ten Gestell dür­fen die Kin­der jeden Tag wäh­rend einer begrenz­ten Zeit aus ver­schie­den­sten Spie­len und Mate­ria­li­en aus­wäh­len, die den The­men Musik, Spra­che, Mathe­ma­tik, Moto­rik und Natur zuge­ord­net sind. Wie der Name des Pro­jekts schon ver­rät, spielt bei der Aus­wahl der “Gwun­der” eine wich­ti­ge Rol­le. Wich­tig ist, dass die Kin­der nach ihren eige­nen Bedürf­nis­sen wäh­len und spie­len. Die Kin­der­gärt­ne­rin­nen sind für Hil­fe­stel­lun­gen und Fra­gen beglei­tend dabei. Sie neh­men sich Zeit zum Beob­ach­ten, damit sie jedes Ein­zel­ne ihren Fähig­kei­ten ent­spre­chend för­dern kön­nen. Jeweils am Ende einer kon­zen­trier­ten Arbeit dür­fen die Kin­der eine, dem The­ma ent­spre­chen­de, far­bi­ge Kugel auf einen Faden auf­rei­hen. An einem Mor­gen konn­te ich die Kin­der bei ihrem ver­tief­ten Spie­len, Aus­pro­bie­ren und Erfor­schen beob­ach­ten. Mun­ter kom­men die ersten Kin­der­gärt­ler in den Raum, bege­ben sich ziel­stre­big zum “Gwun­der-Plun­der-Egge” und holen sich dort ihr heu­te bevor­zug­tes Spiel. Ein Kna­be schnappt sich die gros­se Kiste mit den unter­schied­lich far­bi­gen Holz­klöt­zen und leert die­se aus. Kon­zen­triert beginnt er, eine Domi­no­land­schaft auf­zu­stel­len. Zwei ande­re Kin­der stel­len die Stecker­li­knöp­fe auf den Tisch und rei­hen die­se nach Fan­ta­sie oder Vor­la­ge zu einem Bild auf. Am Neben­tisch strickt eine Grup­pe eif­rig mit der Strick­ga­bel und gibt ein­an­der prak­ti­sche Tipps. Im Gang haben vier Kna­ben den Kas­set­ten­re­kor­der instal­liert, aus dem die Musik von Ron­do Vene­zia­no erklingt. Mit Chif­fon­tü­chern füh­ren sie einen wil­den Tanz auf, was ihnen sicht­lich Spass macht. Dane­ben haben ein paar Mäd­chen Zah­len­ron­del­len aus­ge­legt. Von eins bis zehn zäh­lend, hüp­fen sie nun abwech­selnd vor­wärts und rück­wärts. Wie­der im Kin­der­gar­ten­raum beob­ach­te ich Kin­der, die sich mit einer Waa­ge und Gewichts­stei­nen beschäf­ti­gen, ver­schie­de­ne Gefäs­se mit Sand abfül­len oder am Boden kniff­li­ge Puz­zles zusam­men­set­zen. Im Nu ist die Stun­de vor­bei und schon läu­tet Frau Bue­ss mit der Glocke. Alle wis­sen genau, jetzt ist Zeit zum Auf­räu­men und sich danach in den Kreis zu set­zen. Anschlies­send tau­chen die Kin­der wie­der in ihren viel­fäl­ti­gen Kin­der­gar­ten­all­tag ein. Seit ein paar Wochen hören sie gespannt der Geschich­te des Wur­zelzwergs Tata­tuck zu. So fühlt man sich zur Zeit im Kin­der­gar­ten in einen Mär­chen­wald ver­setzt. Eine mit Natur­ma­te­ria­li­en und Tüchern gestal­te­te Zwer­gen­land­schaft regt die Kin­der an, das Gehör­te nach­zu­spie­len. Das Zwer­gen­haus­st­üb­li, das gemüt­lich ein­ge­rich­tet ist, bie­tet die Mög­lich­keit zum Rol­len­spiel. Wer klet­tern will, kra­xelt in die Kri­stall­höh­le und spielt mit den glit­zern­den Stei­nen. In der Gar­de­ro­be ist Platz für die “wil­den” Kobol­de und Zwer­ge. Dort kön­nen sie ihren Bewe­gungs­drang nach Lust und Lau­ne auf dem Tram­po­lin oder der wei­chen Mat­te aus­le­ben. Die­je­ni­gen, die es lie­ber etwas ruhi­ger haben, ver­wei­len in der Zwer­gen­werk­statt beim Malen, Basteln, Tee kochen, Apfel­schnit­ze dör­ren oder Memo­ry spie­len. Es ist span­nend zu beob­ach­ten, mit wie viel Freu­de und Eifer die Kin­der­gärt­ler am Wer­ken und Spie­len sind. Die­se Viel­falt schafft einen frucht­ba­ren Boden für die Ent­wick­lung jedes Kindes.